Eberhard Hetzer, ein Freund und Historiker der uns fehlt. Sein Todestag jährt sich am 25.10.2011 zum 2. Mal und wir befreundeten Heimatfreunde halten es für erforderlich, an diesen wertvollen Menschen noch einmal öffentlich zu erinnern.
Herr Häßner aus Weida, namhafter Historiker und Ortschronist, hatte in der Presse 2009 eine Gedenkschrift verfasst, die ich hier mit freundlicher Genehmigung noch einmal in Erinnerung bringe.
Wolfgang Schuster, Oberpöllnitz 10/2011
Eberhard Hetzer lebt nicht mehr
Dem bedeutenden Heimatforscher zum Gedenken
Völlig unerwartet ist der Heimatforscher Eberhard Hetzer am 25. Oktober 2009 in Jena verstorben. Er wurde nur 68 Jahre alt.
Mit ihm verlieren wir einen bedeutenden Förderer und intensiven Arbeiter bei der Klärung historischer Zusammenhänge. Von seinem Wohnort Triptis ausgehend, knüpfte er ein Netz von Verbindungen zu Heimatfreunden nicht nur im Saale-Orla-Kreis, sondern darüber hinaus, so auch nach Weida. Durch seine Besuche der Vorlesungen an den historischen Instituten der Universitäten Leipzig und Jena kannte er aktuellste wissenschaftliche Forschungsstände. Seine Liebe galt der Adelshistorie, die in früheren Jahrzehnten arg vernachlässigt wurde.
Die Stadt Weida und der Kulturförderverein Weida e.V. arbeiteten intensiv mit ihm zusammen. So auch beim Aufbau der Ausstellung im Museum der Osterburg über Hans Conon von der Gabelentz, dem berühmten Sprachforscher des 19. Jahrhunderts.
So gelang es auch im Kolloquium zu Ehren von Hans Conon von der Gabelentz bedeutende Forscher wie Prof. Dr. Martin Gimm, Nestor der Mandschuristik in Deutschland, Familie Prof. Dr. Taube, zuständig für Mongolistik sowie weitere Fachleute der Sprachwissenschaften und Mitglieder der Familie von der Gabelentz und Weidaer Vereine zusammen zu bringen. Eberhard Hetzer war führendes Mitglied des Gabelentz-Vereins in Lemnitz. Im Sommer 2009 fand in Lemnitz eine große Würdigung für Christoph Friedrich von der Gabelentz, dem Taufpaten von Friedrich von Schiller statt. In diesem Zusammenhang gestaltete Eberhard Hetzer eine Ausstellung im Lemnitzer Schloss, die viel Beifall fand.
Auch Weidaer waren bei dieser Ausstellung zugegen. Sie erinnerten sich mit Dankbarkeit an die Führung, die er im vergangenen Jahr den Mitgliedern des Kulturfördervereins angedeihen ließ. Viele Veröffentlichungen im „Heimatjahrbuch des Saale-Orla-Kreises" sowie in Zeitungen, Zeitschriften wie auch im Forschungsband zum Altenburger Prinzenraub zeugen noch heute von seiner Forschertätigkeit.
In seiner bescheidenen zurückhaltenden Art, die mit großem Forscherdrang gepaart war, war er uns allen ein Vorbild. Sein universelles Wissen und seine große Liebe zur Musik werden unvergessen bleiben. Eberhard Hetzer fehlt uns!
gez. Kurt Häßner, Weida/Thür.

